Du willst raus aus der Angestelltenrolle, deine eigenen Preise bestimmen und deinen eigenen Kundenstamm aufbauen. Nur: Wie kommst du dahin? Die klassische Antwort heißt „eigener Salon“. Die pragmatische Antwort heißt „Stuhl mieten“. Beide Wege führen zu Selbständigkeit – aber sie verlangen völlig unterschiedliche Dinge von dir.
In diesem Artikel legen wir beide Varianten offen nebeneinander. Keine Schönfärberei, sondern ein ehrlicher Blick auf Kosten, Fixkosten, Zeitaufwand und Risiko. Damit du die Frage „Salon eröffnen oder Stuhl mieten?“ für dich selbst beantworten kannst.
Der klassische Weg: eigenen Salon eröffnen
Ein eigener Salon ist der Traum vieler Friseurmeister*innen und Beauty-Profis. Eigenes Schild, eigene Marke, eigene Regeln. Klingt großartig – und ist es auch, wenn du bereit bist, dafür zu arbeiten.
Was du dafür brauchst:
- Ladenfläche: Miete, Nebenkosten, Kaution. In einer Innenstadtlage wie Regensburg kommen schnell mehrere Tausend Euro pro Monat zusammen, bevor der erste Kunde im Stuhl sitzt.
- Erstausstattung: Stühle, Spiegel, Waschplätze, Farblabor, Möbel, Beleuchtung, Deko. Je nach Größe reden wir über einen fünfstelligen Betrag.
- Gewerbe, Versicherungen, Verträge: Anmeldungen, Betriebshaftpflicht, Stromvertrag, Internet, Kassensystem, Buchhaltung.
- Umbau und Genehmigungen: Bauliche Anpassungen, eventuell Brandschutz, hygienische Vorgaben.
- Personal: Sofern du nicht allein arbeiten willst, kommen Löhne, Lohnnebenkosten und die Verantwortung als Arbeitgeberin dazu.
Der Punkt ist nicht, dass das nicht machbar wäre. Der Punkt ist, dass du all das parallel stemmen musst, während du noch keine Kundschaft hast. Du zahlst Miete und Fixkosten ab Tag eins – unabhängig davon, wie viele Termine in deinem Kalender stehen.
Der pragmatische Weg: Stuhl mieten im Coworking-Space
Bei der Stuhlmiete drehst du das Modell um. Du mietest dir einen fertig ausgestatteten Arbeitsplatz – stunden-, tage-, wochen- oder monatsweise. Du bringst dein Handwerk, deine Kundschaft und deine Persönlichkeit mit. Alles andere ist schon da.
Typischerweise inklusive:
- Stuhl und Spiegel, Waschplatz und Farblabor
- Reinigungsservice und Wartung
- Empfang, Wartebereich und eine gepflegte Atmosphäre
- Komplette Infrastruktur: Strom, Wasser, Internet, Heizung
- Raum für Austausch mit anderen Selbständigen
Das Entscheidende: Deine Kosten sind variabel statt fix. Du zahlst für die Zeit, die du wirklich nutzt. Willst du nebenberuflich starten, nach der Babypause zurück in den Beruf oder erst einmal testen, wie selbständig sich für dich anfühlt? Genau dafür ist dieses Modell gemacht.
Kosten und Fixkosten im direkten Vergleich
| Eigener Salon | Stuhl mieten | |
|---|---|---|
| Anlaufkosten | hoch (Erstausstattung, Kaution, Umbau) | nahezu keine |
| Monatliche Fixkosten | Miete, Nebenkosten, Versicherung, Personal | nur die gebuchte Zeit |
| Risiko bei wenigen Terminen | trägst du allein | deutlich geringer, da keine Fixkosten |
| Ausstattung | selbst kaufen und warten | inklusive |
| Flexibilität | langfristig gebunden (Mietvertrag) | tage- oder stundenweise planbar |
| Arbeitszeiten | deine Verantwortung, aber an Öffnungszeiten und Miete gebunden | du bestimmst sie selbst |
| Startdauer | Wochen bis Monate | oft innerhalb weniger Tage |
Beim eigenen Salon bestimmst du alles – und zahlst dafür auch alles, jeden Monat. Bei der Stuhlmiete teilst du dir die Infrastruktur und sparst dir den finanziellen Ballast, der dich sonst in den ersten Monaten lähmen kann.
Wann sich welcher Weg lohnt
Der eigene Salon lohnt sich, wenn:
- du bereits einen stabilen, gut gefüllten Kundenstamm hast,
- du planst, mehrere Mitarbeitende auszubilden und zu beschäftigen,
- du langfristig ortsgebunden bist und eine eigene Marke mit eigenem Schild aufbauen willst,
- du Lust auf Betriebsführung hast – also auf das Zahlenwerk, die Personalfragen und die Organisation.
Stuhl mieten lohnt sich, wenn:
- du selbständig starten willst, ohne dich finanziell zu übernehmen,
- du nebenberuflich anfängst und deinen Aufbau in eigenem Tempo steuerst,
- du nach einer Pause zurück in den Beruf willst und erst wieder ein Gefühl für deinen Ablauf brauchst,
- du Flexibilität bei Arbeitszeiten, Preisen und Produkten willst,
- du dir die Freiheit nehmen willst, in Ruhe zu wachsen, statt von Anfang an liefern zu müssen.
Viele Profis entscheiden sich bewusst für den zweiten Weg – nicht, weil sie weniger wollen, sondern weil sie klüger starten wollen.
Studio53 in Regensburg: selbständig, aber nie allein
Genau für diese Entscheidung gibt es Studio53. Wir vermieten Stühle und Coworking-Plätze an Friseurinnen und Beauty-Expertinnen in Regensburg und Umgebung – all-inklusiv und voll ausgestattet. Stuhl und Spiegel, Waschplatz, Farblabor und Reinigungsservice sind dabei. Du mietest stunden-, tage-, wochen- oder monatsweise.
Du bestimmst deine Preise, deine Produkte und deine Arbeitszeiten. Was du nicht mehr bestimmst, sind die Fixkosten, die dich von deiner Arbeit abhalten. Und du bist nicht allein: Du arbeitest in einem Raum mit anderen Selbständigen, die dieselben Fragen kennen wie du.
Selbständig aber nie allein – das ist kein Slogan, sondern der Grund, warum dieses Modell funktioniert.
Dein nächster Schritt
Ob Salon eröffnen oder Stuhl mieten: Beide Wege sind richtig, wenn sie zu deinem Leben passen. Frag dich nicht, was beeindruckender klingt, sondern was dir erlaubt, morgen mit deiner ersten Kundin zu starten – und übermorgen noch da zu sein.
Wenn du in Regensburg ohne Risiko durchstarten willst, schau dir an, wie Stuhlmiete und Coworking bei Studio53 aussehen. Dein Business. Deine Regeln. Deine Freiheit.